Reisebericht von Eliane & Stefan, Oktober 2024
- 25. Okt. 2024
- 11 Min. Lesezeit
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4. Oktober 2024
Liebe Freunde
Wir sind gut gelandet, haben den Flug überstanden und wurden auf’s Herzlichste von Shadrack in Empfang genommen. Wie er selber sagte, konnte er es kaum erwarten bis wir kommen, und genau so haben wir es erlebt und wir selber hatten ganz ähnliche Gefühle…
Bewusst haben wir uns fast keine Vorstellungen gemacht - diese können ja nur enttäuscht werden. Als der Flug immer näher kam, stiegen schon auch Fragen auf, die uns zurückhalten wollten. Aber im Flugzeug gab es sowieso kein Zurück mehr.
Mit dem Flug waren wir aber noch nicht am Ziel; es wartete eine fast 6-stündige Autofahrt auf uns, und diese hatte es in sich. Die einzige Regel besteht im Linksverkehr. Aber jeder fährt wo es gerade Platz hat. Motorräder überholen links oder rechts, einmal beladen mit zig Bananenbündeln, einmal mit Türen-grossen Brettern oder einfach zu dritt. Die Strasse wird bis zum Äussersten und darüber hinaus ausgenützt. So überholt ein Lastwagen, der von einem Lastwagen überholt wird einen Lastwagen.. ach ja da waren auch noch Motorräder.
Aber mit Edrine hatten wir einen super Fahrer. Behütet wie in einer Kapsel und bei guten Worship Songs chauffierte er uns durch den Verkehr und brachte uns ohne Zwischenfälle nach Bugiri. Was für eine Freude war als wir erfuhren, dass er auch Fahrer war bei den Evangelisationsveranstaltungen von CfaN im Juni dieses Jahres.
Es war schon dunkel als wir noch zu einem Kurzbesuch im Waisenheim eintrafen. Anschliessend konnten wir unser Hotel beziehen und fielen schon bald k.o. zu Bett.
5. Oktober 2024
Der Schlaf hat uns gut getan. Ausgeruht starteten wir in den neuen Tag. Shadrack und Edrine holten uns ab. Zuerst ging es ins Waisenheim. Die Kinder waren alle in der Schule und es waren nur wenige Betreuer vor Ort. Wir durften in Augenschein nehmen, wie sich die jetzige Situation darstellt.
Seit drei Jahren wohnen sie jetzt an diesem Ort. Man will sich nicht vorstellen wie es war bevor sie die dreistöckigen Kajütenbetten hatten. Auch Shadrack wohnt dort mit seinem Bruder in einem der Räume. Dieser dient gleichzeitig noch als Büro und Lebensmittellager. Aber verglichen mit dem Ort, wo sie vorher wohnten, ist das schon eine grosse Verbesserung..
Anschliessend durften wir auf‘s neu erworbene Gelände fahren und durften staunen, was dort in kurzer Zeit entstanden ist, auch wenn wir andere Standards gewohnt sind. Der Brunnen ist fertig und pumpt gutes Trinkwasser, eine Toilettenanlage mit Waschplatz ist fertig gebaut - eine zweite befindet sich im Bau und ebenso steht bereits das erste Gebäude. Shadrack meinte, er hatte bis zu 40 Arbeiter auf Platz beim Hausbau. Das wird ein tolles neues Waisenheim, wenn es vollendet ist. Viele Fragen kamen auf und der Neubau beschäftigt uns auch weiterhin.
Zum Mittagessen ging es zurück ins jetzige Waisenheim. Es herrschte verhaltene Freude und andächtige Stille als wir zwei ‚Muzungu‘ dazu stiessen. Das Wort stammt aus den Bantusprachen und wird verwendet für Weisse, Menschen aus dem Europäischen Raum. Wörtlich heisst es aber ‚Jemand der ziellos umherwandert‘ 😂
Nach dem Essen gab es dann erste Annäherungsversuche. Nicht alle hatten am Nachmittag Schule, was die Möglichkeit bot, mit einzelnen etwas auszutauschen. Am späteren Nachmittag kam es spontan zum Spiel ‚ Zeitunglesen’. Nach einer kurzen Erklärung demonstrierten wir unter den wachen Augen der Kinder wie es geht. Das gab ein Gelächter als es Stefan erwischte. Schon nach kurzer Zeit spielten sie das Spiel alleine.
Heute brachten wir den mitgebrachten, ausgedienten Fallschirm mit ins Waisenheim und spielten damit mit den Kindern. Dies hat das Eis ganz zum Schmelzen gebracht und alle waren voller Freude und ganzem Einsatz dabei. Den Fallschirm dürfen sie behalten und haben sicher noch viele fröhliche Stunden damit.
Auch heute hatten wir wieder Gespräche mit Kindern. Sie haben ja fast nichts, aber wenn wir auf Jesus zu sprechen kamen, fingen ihre Augen zu leuchten an. Den grössten Schatz tragen sie schon in sich.
7. Oktober 2024
Okobotya liebe Freunde
Okobotya heisst ‚Hallo’ und ‚Wie geht’s‘ auf Samia, der Lokalsprache in Bugiri 😃
Wir durften am Samstag die Schule besuchen, in die alle Kinder aus dem Waisenheim gehen und haben vom stellvertretenden Schulleiter eine Führung erhalten. Es ist dies die Kirongero Primary School. Sie hat einen Kindergarten und Klassen für P1 bis P7. Die Verständigung fiel uns nicht immer einfach und stellte uns vor Herausforderungen, auch wenn beide Seiten Englisch sprechen. So wird ‚nursery‘ als ‚nasari‘ ausgesprochen und ‚visitors‘ sind ‚visita‘. So gibt es noch viele andere Ausdrücke und oft muss der Sinn des Gesagten aus dem Zusammenhang geschlossen werden.
Die Klassenzimmer sind spartanisch eingerichtet. An den Wänden sind Lehrzeichnungen angebracht, es hat an einer Wand eine Art Wandtafel, für den Lehrer gibt es ein Pult und die Kinder sitzen in Bänken. Im Klassenzimmer der Stufe P2 , welches uns gezeigt wurde, bedeutet dies, dass sieben Kinder in eine Bank gepfercht sind und es 120 Kinder in der Klasse hat. An der ganzen Schule hat es insgesamt 657 Kinder und 102 davon stammen aus dem Waisenheim von Shadrack.
Das Schulgelände ist im Gegensatz zu den Zimmern grosszügig angelegt. Die Gebäude mit den Klassenzimmern und eine grosse Versammlungshalle sind rund um eine weitläufige Spielwiese angeordnet. Mit 15, wenn die Kinder die P7 abschliessen, müssen sie in der Versammlungshalle ein Examen bestehen. Anschliessend kommen sie an die Secondary School für weitere sechs Jahre.
Jeden Sonntag wird im Waisenheim ein Gottesdienst gefeiert. Diesen Sonntag hatten sie uns als Gäste und es wurde uns die Ehre zu Teil, die Verkündigung des Wortes zu übernehmen. Sarah, eine der Mitarbeiterinnen, hatte die Leitung, erklärte erst den Ablauf und übersetzte entweder auf Englisch oder in die Lokalsprache Samia.
Zuerst betete Sarah für das Wirken Gottes. Dann gab es eine Zeugnisrunde, wo die Kinder und alle Anwesenden Gott für etwas danken konnten - die Bibel lehrt uns ja allezeit und für Alles zu danken. Als Nächstes sang der Chor ein extra eingeübtes Lied. Dann durften die Kinder Verse aus der Bibel aufsagen, die sie bereites auswendig kannten. Weiter ging es mit Lobpreis und Anbetung für Gott. Zu erleben, wie die Kinder mit ganzem Herzen dabei waren, berührte uns zutiefst. Winny, ein 12-jähriges Mädchen, führte den Worship mit ganzer Hingabe an. Dann waren wir an der Reihe. Eliane betonte, wie sehr Jesus jedes einzelne Kind liebt. Sie ermutigte die Kinder alles von Jesus zu erwarten, auch Heilung und erzählte aus dem eigenen Leben, wie sie durch Glauben an das vollbrachte Werk Jesu am Kreuz geheilt wurde und Stefan ergänzte mit einem Erlebnis, wo Jesus Friede in ein emotionales Chaos brachte. Abschliessend richtete Shadrack noch das Wort an die Kinder und schloss den Gottesdienst mit Gebet.
Zu sehen, wie aufmerksam die Kinder am Gottesdienst waren und mitmachten, hat uns mit Freude und Dankbarkeit erfüllt. Das einzige Buch, das sie besitzen ist eine Bibel und es ist offensichtlich, dass sie diese rege benutzen und Jesus dadurch als lebendigen, liebenden Gott kennenlernen und erfahren dürfen.
9. Oktober 2024
Bezüglich dem neuen Waisenheim gibt es viele Punkte zu klären. So auch wie in Zukunft gekocht werden soll. Im Moment geschieht das mit Holz.. Pfadi-Feeling jeden Tag… Die Alternative wäre ein Gasherd. Dies ist hier aber keine verbreitete Art des Kochens. Gerne hätten wir dies Shadrack einmal demonstriert, aber wir konnten ihm dies nur via Internet zeigen. Da Bugiri aber noch ein Provinznest ist, gibt es viele Sachen noch gar nicht zu kaufen, so auch Gasherde im Gastrobereich.
Also machten wir uns auf den Weg in die nächst grössere Stadt, nach Jinja. Hier ist die Nilquelle, die gleichzeitig auch vom Ablauf des Viktoriasees gespiesen wird. Das Wasser benötigt von hier drei Wochen bis ins Mittelmeer... Also: Shadrack hatte eine Adresse von einem Händler. Nach zweistündiger Anreise und einigem Suchen fanden wir den Kontakt. Leider zeigte sich dieser nicht von seiner freundlichen Seite und wollte keine weiteren Auskünfte geben es sei denn, wir kaufen bei ihm. Das wollten wir nicht; war die Reise somit vergebens?
Unser Fahrer ist ja nicht irgend ein Fahrer - er ist der beste Fahrer. Da Jinja wegen der Nilquelle auch sehr touristisch ist, hat es entsprechende Resorts nahe der Quelle. Edrine kannte ein solches 5* Hotel von früheren Fahrten. Dort wollten wir erfragen wie sie zu ihren Gasherden gekommen sind. Eines führte zum andern und wir erkannten die Handschrift Gottes in dem was dann geschah: Weil die Hotelmanager gerade nicht vor Ort waren, wurde für uns direkt der Küchenchef gerufen. Er zeigte sich willig, uns seine Küche und die Herds zu zeigen. So konnte Shadrack einen solchen Hochdruckherd doch noch in Aktion sehen. Leider wusste der Küchenchef nicht, was so ein Herd kostet oder wer den fabriziert hat. Aber durch die offene Küchentüre war der Einkäufer des Hotels zu sehen und von diesem erhielten wir die gewünschte Anschrift des Produzenten.
Zurück ging es wieder in die Stadt, wieder in die selbe Strasse, nur 10m entfernt vom vorherigen Geschäft. Hier endlich bekamen wir eine grobe Schätzung für einen Herd unserer Grösse.
Der Abstecher in das Resort war schon heftig. Da bewegen wir uns in Bugiri unter Waisenkindern, die dankbar sind für ein Dach über dem Kopf und einfachste Kost; oder fahren an primitivsten Behausungen vorbei, selbst an der Hauptachse; oder passieren Truckstops, wo die Fahrer Waren der Auftaggeber in die eigene Tasche verhehlern - und dann dieser Wechsel mit bewaffneten Wärtern und reinstem Luxus - nur einige hundert Meter vom anderen Extrem entfernt.
Auf dem Rückweg von Jinja nach Bugiri machten wir einen Essenshalt und genossen das ugandische Essen. Dabei kamen wir ins Gespräch mit einer muslimischen Angestellten, die sehr fragend und offen war für das Evangelium. Von der bedingungslosen Liebe Jesu, ihrem himmlischen Bräutigam zu hören, hat sie sehr berührt und sie hat ihr Herz für Ihn geöffnet.
Es gibt so viel Leid, dem begegnet werden könnte.. Aber wenn nur schon einem etwas geholfen werden kann, macht das einen Unterschied .. ‚Stop for the one‘ um Heidi Baker zu zitieren.
Das Spiel mit den Fallschirm hat wirklich Wunder gewirkt. Die Kinder strahlen, wenn sie uns jetzt sehen. Auch das Betreuerteam ist sehr herzlich und wir haben viele gute Gespräche. Heute feiert Uganda seinen 62. Unabhängigkeitstag und die Kinder haben nochmals frei 😃 So ist uns mehr Zeit geschenkt um mit den Kindern zusammen zu sein.
10. Oktober 2024
Heute vor einer Woche sind wir in Uganda angekommen. Es kommt uns viel länger vor. Auch wenn der ugandische Way of Life hier auf dem Land viel gemächlicher ist - wenn ich für meine Verhältnisse ganz langsam gehe, bin ich immer noch schneller als meine einheimischen Weggenossen - waren es intensive Tage hier.
Wir konnten uns ein recht gutes Bild des Waisenheimes machen, kennen nun endlich auch alle Namen des Teams von Shadrack und seinem Bruder Ibrahim aka Fini. Der Tag ist strukturiert mit fixen Zeiten (Aufstehen - Andacht - Essen - Hygiene- Nachtruhe). Auch wenn keine Schule ist bleibt der Plan bestehen ausser der Zeit des Aufstehens. Wir staunen immer wieder auf’s Neue über die Disziplin der Kinder... es sind ja nicht bloss deren zwei. Zum Beispiel wenn es Essen gibt, helfen die grösseren Kinder bei den Vorbereitungen und verteilen später das Essen. Zimmerweise gehen die Kinder zum Händewaschen - es wird mit den Händen gegessen - und setzen sich anschliessend auf die ausgebreiteten Blachen/Planen. Dort warten sie ruhig bis das Essen ausgeteilt wird, welches das Küchenteam im Voraus auf den Tellern bereit gemacht hat.
Gestern am Independence Day waren wir den ganzen Tag im Heim. Wir hatten noch Administratives rund um die Kinder zu erledigen, wozu sich der Tag hervorragend eignete. Später gingen wir von Zimmer zu Zimmer und die Kinder konnten uns Fragen stellen. Liebevoll werden wir Muzungu genannt… unsere Vornamen sind ihnen nicht so geläufig 😂 Den Kindern ist freigestellt, wo sie die freie Zeit verbringen möchten. Wenn es sehr heiss ist, sind sie am liebsten in den Zimmern. Später kam dann nochmals der Fallschirm zum Einsatz und sofort strömten alle aus den Zimmern um sich um diesen zu scharen und auf die Anweisungen von Sarah zu warten, die das Spiel diesmal souverän selber leitete. Die Freude bei den Kindern war unbeschreiblich... es wurde gelacht, gehüpft, gekreischt, am Fallschirm hantiert und ein kleiner Junge stieg gar auf einen Busch um besser sehen zu können.
Sie so ausgelassen zu sehen ist ein Segen. Es gibt aber auch ein paar wenige Kinder, die wir noch nie haben lachen sehen. Da gibt es Verletzungen in diesen jungen Leben, was sie so stark belastet, dass sie sich verschliessen. Trotzdem haben sie Vertrauen zum Team und laufen nicht weg. Wir sind aber überzeugt, dass die zunehmende Erkenntnis der grossen Liebe, die Jesus für jedes Einzelne hat, sie komplett freisetzen wird.
Morgen ist bereits der letzte Tag und am Samstag geht der Flieger zurück in die Schweiz. Unsere Erlebnisse werden noch länger nachhallen, haben wir doch die Kinder und das ganze Team in unsere Herzen geschlossen. Auch warten unsere Notizen noch darauf für den Verein in einen Bericht gefasst zu werden.
12. Oktober 2024
Gestern mussten wir von den Kindern und dem ganzen Team Abschied nehmen. Kamen wir als Fremde an, gingen wir als Muzungu-Freunde und Geschwister im Herrn Jesus Christus. Es war so wertvoll für die gegenseitige Beziehung, länger vor Ort zu sein. Es konnte Vertrauen für die Zukunft aufgebaut werden und wir begegnen uns auf Augenhöhe.
Zum Abschied gab es einen ausgelassenen Teil, wo uns die Kinder ihre Lieblingsspiele zeigten. Diese wurden begleitet von Reimen und Gesang. Davon verstanden wir absolut nichts, weil dies in Samia war. Aber worum es jeweils ging war uns schnell klar. Dann sangen die Kinder noch für uns ein Lied… 🥲 . Als wir alle Kinder mit einen High-5 abgeklatscht hatten verabschiedeten wir uns auch noch vom Team. Das war eine herzliche Sache und dauerte etwas länger. Dann wurden wir zurück in unser Hotel gebracht. Es gibt noch keine Möglichkeit für Besucher, im Waisenheim selber zu übernachten. Auch das soll sich im neuen Heim einmal ändern.
Die Abende verbrachten wir immer im Hotel. Meist assen wir noch etwas und blieben im Speisesaal sitzen, reflektierten den Tag, die neuen Pläne oder was uns sonst bewegt hat. Normal lief auch der TV im Saal und strahlte Sendungen aus, die unseren gleichen, einfach mit lokalen Darstellern. Es wird ein europäisches Afrika vermittelt, das wir hier so gar nicht erlebt haben. Luxushäuser, Luxusautos, Luxusprobleme… Hier sind die Menschen froh, genügend zum Leben zu haben. Backsteine werden selber gemacht, fehlt das Geld steht die Baustelle still und davon gibt es unzählige. Hat man eine eigene Nähmaschine, setzt man sich an die Strasse und bietet seine Dienste an. Wer eine Boda-Boda sein Eigen nennt, stellt sich an Kreuzungen auf und wartet auf Passagiere. Das Leben spielt sich grundsätzlich auf und an den Strassen ab, denn die Häuser sind meist ganz einfach und dienen vor allem zum Schlafen.
Gestern abend, als nach einem heftigen Gewitter auch der Strom wieder zurück war, konnten wir am TV noch den Schluss des Fussballspieles Uganda - Südsudan mitverfolgen und sahen das entscheidende 1:0 für die Heimmannschaft. Das Resultat war sehr zur Freude des einzigen ugandischen Gastes. Das angebotene Essen im Hotel, überhaupt die ugandische Küche, ist sehr lecker. Oft gab es dann die Resten zum Frühstück, was uns dann doch zu deftig war.
Jetzt sind wir am Flughafen und warten auf den Abflug. Die Fahrt hierher war wieder abenteuerlich und eine funktionierende Hupe unverzichtbar… Die Strasse von Bugiri nach Kampala ist auch eine Hauptverbindungsachse quer durch Afrika. Es hat sehr viele Lastwagen auf dieser Route, die in Mombasa ihre Ware laden oder abladen. Teilweise tuckern sie bloss im knapp 40km/h eine Steigung hoch und verleiten so andere Verkehrsteilnehmer zu waghalsigen Überholmanövern. Am extremsten sind die Gemeinschaftstaxis. Ein solches hat uns auch schon links, also so quasi auf dem Fussweg überholt, weil er auf der anderen Seite nicht vorbei kam.
Je näher wir nach Kampala kamen, je stärker wurde das Verkehrsaufkommen. Die ersten 3 Sunden kamen wir flott voran. Dann brauchten wir über 1.5 Stunden um über eine Kreuzung zu kommen. Ob der Verkehrsdienst, der den Verkehr regulierte eine Hilfe oder das Problem war können wir nicht abschliessend beurteilen. Doch auch anschliessend ging es schleppend voran bis wir dann auf den Expressway einbogen, der um Kampala führt.
14. Oktober 2024
Unsere Rückreise verlief problemlos und wir landeten pünktlich in Kloten. Eine liebe Freundin holte uns wieder ab und ersparte uns den Umweg mit dem Zug.
Schlafen und Fliegen ist nicht immer so einfach, so genossen wir den heutigen Tag noch und brauchten ihn zur Erholung. Wir sind am Verfassen unseres Berichtes zuhanden des Vereins und auch die Planung des neuen Heimes wird uns hier noch etwas begleiten. Land und Leute sind uns sehr ans Herz gewachsen und dass heute Morgen nicht Shadrack und Edrine vor dem Haus auf uns gewartet haben war schon speziell.
Es ist geplant 2025 wieder nach Uganda zu Shadrack und den Kindern zu reisen. Wir sind jetzt schon gespannt, was sich bis dahin alles getan hat. Wahrscheinlich werden sie bereits ins neue Heim umgezogen sein.
Gerne würden wir euch auch weiterhin an unseren Erlebnissen teilhaben lassen. Voraussichtlich wird es jetzt aber eine längere Pause geben, wo wir keine Posts mehr verschicken. Sobald wir mehr zu unserer zweiten Reise wissen und uns dieser nähern, melden wir uns wieder.
Wir danken euch herzlich für euer Interesse und euren mentalen Support und wünschen euch Freude und Gottes Zuversicht in allem, was ihr macht.
Herzlichi Grüess, eliane & stefan
