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Essen und Trinken

  • 29. Nov. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 3 Tagen

Die Mahlzeiten im Heim sind einfach aber nahrhaft. Wer Abwechslung sucht, wird hier nicht fündig. Trotzdem bietet die Natur schon ein paar Extras. Und im selbst angelegten Garten gedeiht Sukuma, eine Art Grünkohl. Zum Trinken gibt es einzig Wasser. Dieses wird in ein separates Fass gefüllt und mit etwas Chemie behandelt um allfällige Bakterien und sonstige Erreger abzutöten.


Den Hauptanteil der Ernährung machen aber Posho (aus weissem Maismehl), Reis und Bohnen aus, und das sieben Tage die Woche. Etwa alle zwei Wochen und zum Teil an Feiertagen gibt es Fisch oder Fleisch. Diese 'Nahrungsergänzungsmittel' werden mit den Bohnen gekocht. Jetzt gibt es im Heim ja Ziegen, die als Fleischbeilage verwendet werden können und auch schon wurden. Das entlastet das Essensbudget und erweitert den Menuplan.



Auf dem Grundstück wachsen auch noch Mango-, Avocado- und Jackfruitbäume. Die Früchte davon schmecken frisch gepflückt viel besser als wir das bei uns kennen. Ziel ist es auch noch Bananenbäume anzupflanzen und so noch mehr Abwechslung zu schaffen. Die geographische Lage ist ein grosser Pluspunkt, denn anders als bei uns, kann man in Bugiri zweimal jährlich ernten.


Die Arbeiten für die Mahlzeiten eines Tages beginnen bereits am Vortag. Es müssen 10 kg Bohnen verlesen werden. Die schlechten Bohnen und die Hülsen werden auf den Boden geworfen, wo sie dann von Nachbars Hühnern aufgepickt werden.



Um 05:30 Uhr beginnen die Arbeiten in der Küche. Erst muss Feuer gemacht und 40 L Wasser herbeigeholt werden. Hinein kommen dann 20 kg Poscho und Zucker, woraus eine Art Porridge wird für das Frühstück. Nach dem Abwasch geht es nahtlos in die Vorbereitungen für das Mittagessen über. Jetzt werden die Bohnen vom Vortag gewaschen und eingeweicht. Später wird das Ganze aufgekocht und mit Zweibeln und Tomaten abgeschmeckt - und das schmeckt wirklich super! Dazu gibt es wieder Posho, aber diesmal in der festen Variante. Wieder werden 40 L Wasser geholt. In dieses werden dann 30 kg Maismehl eingerührt. Und das ist eine anstrengende Arbeit, bildet sich doch eine zähe Masse. Die Köchinnen werden von Männer des Teams tatkräftig darin unterstützt. Ist das Wasser aufgesaugt, wird der Topf mit Bananenblättern abgedeckt und das Posho bis zum Mittagessen ziehen gelassen.


Das Mittagessen besteht dann aus Posho, der Hälfte des Bohneneintopfs und teilweise noch aus Sukuma Wiki (gekochtes Blattgemüse) oder Früchten. Die andere Hälfte der Bohnen wird dann zum Abendessen ausgeteilt.



Nun wird wieder abgewaschen und dann geht es schon bald daran, die Bohnen für den nächsten Tag zu verlesen. Da müssen schon 2 - 3 Stunden eingerechnet werden, je nachdem wie viele Hände mithelfen. Dazwischen muss in der Küche das Feuer für das Abendessen erneut angezündet werden. Noch einmal muss frisches Wasser geholt werden, diesmal um die 25 kg Reis zu kochen. Gleichzeitig wird die zweite Hälfte der Bohnen nochmals aufgewärmt und serviert. Hat es noch andere Resten vom Mittag, werden diese ebenfalls noch verteilt.


Nach dem finalen Abwasch macht das Küchenteam Schluss. Es ist jetzt gegen 19:00 Uhr. Mama Suvo wohnt ausserhalb und geht nach Hause, während Rose im Heim bleibt.



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